Essen und Trinken im Quartier
In den Kreisen 4 und 5 herrscht eine fröhliche Ess-, Trink- und Treffkultur und es gibt einzigartige Lokale, von denen wir hier die stimmigsten vorstellen möchten.
Im Kreis 4
Rothaus —
Eine wechselvolle Geschichte, eine sanfte, aber gründliche Renovation – und das Stadthotel mit Charakter ist wieder rundum attraktiv. Mit etwas Phantasie lässt sich immer noch ausmalen, wie hier Kurt Früh anno dazumal den legendären Film «Bäckerei Zürrer» drehte, später die Artisten vom Circus Knie im Winter logierten und dann leicht bekleidete Damen stundenweise ihre Arbeitsräume mieteten.
Italia —
In der authentischen, unkomplizierten Osteria kommt die Cucina della mamma auf den Tisch. Sommers im wunderschönen Garten und sonst im Ristorante, dessen Herzstück die Salumeria ist. Dabei handelt es sich um eine Vitrine mit wilden und anderen Gaumenfreuden aus Italien und der italienischen Schweiz. Ein authentischer Italiener, dessen Geschichte das richtige Leben schrieb und der deshalb noch heute so zeitgemäss ist.
Greulich Hotel —
Das erste echte Designhotel der Stadt. Der Weg zu den grosszügigen, ganz in Weiss gestalteten Junior-Suiten und Gartenzimmern führt durch einen kleinen Birkenwald. Innovativ auch die Kooperation mit dem renommierten Ammann Verlag, dessen Bücher in den Zimmern aufliegen. Zum Hotel gehört zudem ein spannendes Restaurant, das eine neue spanische Küche unter der Leitung des katalanischen Küchenchefs David Martinez auf den Tisch bringt.
Alte Metzg —
Endlich gibt es in Zürich wieder einen Platz für Heavy-Metal-Fans, der stimmt. Die ehrliche Bar in der ehemaligen Metzgerei an der Langstrasse schenkt vor allem Bier aus. Wer sich wie die alten Germanen die Sinne erquicken und die Seele mit Honigwein laben will, dem wird «Drachenblut» eingeschenkt. Das zu begiessende Ritual: rocken, bis einem die Ohren abfallen.
Casablanca —
Genau solche Café-Bars wünscht man sich in seiner Nachbarschaft. Leise Musik schmeichelt dem Ohr. Das kleine, aber feine Sortiment an Snacks und Salaten liegt bereit. Die Kaffeemaschine verspricht nur Gutes. Das ist der Proviant für eine imaginäre Reise in die weite Welt. Die Tickets: Lesestoff und der Blick hinaus auf die lebendige Langstrasse.
Aargauerhof —
Aus der ehemaligen Chreis-Cheib-Chnelle an der Ecke Lang-/Hohlstrasse ist ein helles, freundliches Lokal geworden, wo auch alte Stammgäste anzutreffen sind. Traditionell sind die Gerichte, etwa Züri-Gschnätzlets, Gehacktes, Cordon bleu, Fleischkäse mit Spiegelei oder ein extra-schweres Schweinskotelett. Das Fleisch kommt zart und in Begleitung einer Berner Rösti auf den Teller.
Volkshaus —
Das eigenwillige Interieur mit Flohmarktcharme und gemütlichen Séparées teilt die grosse Halle in gastfreundliche Sitzecken. Paris lässt grüssen. Oder Barcelona? Das Volkshaus ist, der Name sagt’s, ein weltläufiger Ort, wo man sich trifft: die hippe Quartierszene an der Bartheke und in der Lounge davor, der Ureinwohner beim Lieblingsbraten mit kulinarisch überraschenden Begleiterscheinungen.
Si o no —
Ja, noch einen. Und dazu eine kleine Auswahl Tapas, por favor. Weil die farbig gemusterten Kacheln am Boden und die patinierten Samtsofas so schön an den letzten Urlaub erinnern. Ein wenig Melancholie, ein wenig Vorfreude auf das, was da am Abend noch kommen mag: Das Quartier trifft sich in der ehemaligen Metzgerei. Das ist schon gute zehn Jahre so, und die Lieblingsbar darf sich darum auch Institution nennen.
Easy Hotel —
Das Hotel liegt «mitten im Kuchen», das heisst auf gut Deutsch: im Herzen des Kreises 4. Die Zimmer sind budgetbewusst, aber smart möbliert und haben alles, was man braucht auf einem Kurztrip nach Zürich. Die Zimmerpreise richten sich nach Angebot und Nachfrage, belasten das Portemonnaie nicht und lassen easy etwas übrig, um die aussergewöhnlichen Läden, Bars, Restaurants und das Kulturangebot in der Nachbarschaft zu erkunden.
Für Dich —
Das unaufgeregt schlichte Lokal gegenüber der Bäckeranlage spricht alle an. Einladend sieht’s aus im «Kafi» mit den grossen Fenstern und dem schönen alten Holzparkett, wo auch Kinder willkommen sind. Am Abend wird das Spielzeug weggeräumt und feiner Wein eingeschenkt: Dann ist Bar-Time. Am Sonntag gibt’s Brunch für die ganze Familie und donnerstags Konzerte.
Im Kreis 5
Tea Room Blunt —
Vorne Restaurant mit schlichten Holztischen und -stühlen, hinten marokkanische Lounge mit Sitzkissen. Das ist genau die richtige Umgebung, um in aller Ruhe Wasserpfeife zu rauchen, ein Couscous zu essen und herrlichen Tee aus frischer Minze zu geniessen. Die Atmosphäre in der ehemaligen Garage ist schlichtweg märchenhaft.
RiffRaff —
Architektonisch eines der spannendsten Gebäudeensembles im Quartier. Vier Kinosäle, ein Bistro und die dunkle Bar, wo während der Filmvorstellung geheimnisvoll das Licht des Filmprojektors über den Köpfen der Gäste flackert, machen das RiffRaff zum perfekten Night-Spot.
Café Gloria —
Man wähnt sich abwechselnd in einem Ufo oder in einer Studenten-WG. Auch ohne den früheren Hipfaktor verlockt das Café Gloria mit seinen runden Fenstern immer noch dazu, den Blick über die schönste Strasse des Kreises 5 schweifen zu lassen oder im Sommer draussen vor dem Lokal zu sitzen, wo Bänke und Tische das Trottoir zu einem urban-gemütlichen Sitzplatz machen.
Cinque —
Es gibt Gäste, die davon überzeugt sind, dass es das Restaurant Cinque seit Generationen gibt. Falsch. Oder besser: alles perfekt gefälscht. Die Stimmung in dem mit Artefakten vollgestopften Lokal versetzt in die tiefste Provinz Italiens. Geboten wird solide italienische Küche, und auch das Weinangebot passt bestens ins Konzept.
Josef —
Das Lokal ist ein Dauerbrenner. Zu Remo Tizzianis Zeiten stadtweit angesagt, erhielt es vor einigen Jahren eine Radikalkur. Das ganze Betriebskonzept wurde umgestellt, der Hauptgang gleich ganz abgeschafft. Seither wählt der Gast aus lauter Vorspeisen, das heisst, er kann Tapas essen, bis er genug gegessen hat. Wer nur fürs Feierabendbier oder den Gute-Nacht-Drink einkehren möchte, geht nicht zu Josef, sondern zu Maria – in die Bar gleich nebenan.
Lily’s —
Wenn abends der Teufel los ist an der Langstrasse, dann ist auch das asiatische Ecklokal Lily’s mit der schlicht-spartanischen Einrichtung zum Bersten voll. Die Thai-Currys, Dim Sum und Tom Kha Gai sind weit herum geschätzt, die Preise fair, und das Treiben auf der Strasse – man wähnt sich wegen der bis zum Boden reichenden Fenster mittendrin – gibt’s erst noch gratis dazu.
Acapulco —
Ein Wunder, dass die Scheiben der Acapulco Bar nicht ständig beschlagen. Die Stimmung am Wochenende ist heiss wie südländische Nächte: Besonders wenn Karaoke-Fans sich lauthals im Schlagersingen messen, im Untergeschoss nicht minder lustige Flippermeisterschaften stattfinden oder ganz generell das Zürcher Nachtleben gefeiert wird, kocht das Lokal.
Mata Hari —
Freundliche Gottheiten wachen über die Gäste in Hawaii-Hemden und Tiki-Fieber. Auf Südseewogen schippert der Sommer zu allen Jahreszeiten durchs Lokal, was auch ohne exotische Drinks und Bier die auf Ferien gestimmten Sinne betört.
Café Noir —
Wenn es um den besten Café der Stadt geht – hier ein Anwärter auf den ersten Preis. Zu den warmen Köstlichkeiten werden in der Rösterei Snacks und Kuchen gereicht. Bei schönem Wetter auf der Terrasse. Und wer nicht die Bohne hat, wie man das Geschmackserlebnis daheim hinbekommt, der kauft sie sich einfach im Laden oder besucht einen Kurs.

